Hemd in die Hose

Hemd in die Hose stecken oder darüber tragen?

Soll man das Hemd in die Hose stecken, oder kann man es lässig über der Hose tragen? Diese Frage ist vermutlich schon so alt wie Hemden und Hosen selber. Und wie bei solchen alten Fragen, gibt es dazu auch keine eindeutige Antwort. Aber es gibt sehr gute Entscheidungshelfer für diese Frage. Diese sind: Der Schnitt des Hemdes, der Anlass bzw. Dresscode und auch wie gut das Hemd gebügelt ist. Auf diese drei entscheidenden Punkte werden wir im folgenden eingehen.

Hemd in die Hose – was sagt der Schnitt aus?

Wenn es eher lang geschnitten ist und weit über den Bund der Hose reicht, sollte es auf jeden Fall in die Hose gesteckt werden. Besser noch, wenn man sich so ein Hemd nicht kauft. Bei einem zu kurz geschnittenen Hemd gilt das Gleiche. Aber der Fall, dass man eher an zu lange Hemden gerät ist wahrscheinlicher. Hemden sind gerne etwas länger geschnitten, weil sie eh in der Hose verschwinden. Ein weiteres starkes Indiz ist die Form des Bundes von einem Hemd. Ist es gerade, kann es gerne über der Hose getragen werden. In dem Bild zu dem Beitrag kann man das gut sehen. Ist es Hinten bzw. Vorne aber länger an den Seiten, sollte ein solches geschwungenes Hemd in die Hose gesteckt werden. Das ist in der Tat das beste Indiz vom Schnitt her, wie ein solches Hemd getragen werden sollte. Dementsprechend sind Hawaiihemden eher gerade im Bund und Businesshemden haben vor allem Hinten eine starke Welle. Dies sorgt dafür, dass das Hemd in der Hose bleibt, auch wenn man sich bückt und es bringt uns zu dem nächsten Punkt, den Anlässen.

Hemd in die Hose – welche Anlässe sind entscheidend?

Bei Anlässen gilt die einfache Regel : “Je weniger formal, desto eher kann das Hemd aus der Hose”. So macht man nichts verkehrt, wenn man bei einem Geschäftstermin das Hemd in der Hose trägt. Das wirkt seriös, elegant und gibt dem Träger Sicherheit. Denn er muss sich nicht darum kümmern, wie weit das Hemd ggf. über dem Hosenbund hängt. Es macht es einfacher. Und wer hat schon einmal Bankangestellte mit einem Hemd über der Hose gesehen? Das gibt es dort nicht, denn dort ist Seriosität und Überzeugung wesentlich, wenn es darum geht den Kunden davon zu überzeugen überteuerte Wertpapiere zu kaufen. Kleider machen in diesem Fall Leute. Ebenfalls ist das Tragen von einer Krawatte – außer an Karneval – Trägern von Hemden in der Hose vorbehalten. Sonst flattert einfach zu viel herum.

Wenn es weniger formal wird, ist gegen ein Hemd über der Hose überhaupt nichts einzuwenden. Dann befreit man sich quasi aus dem engen Korsett des Stils und wirkt auch freier und kreativer. Also auch für eine solche Wirkung kann man ein Hemd über der Hose einsetzen.

Hemd in die Hose – muss das Hemd gebügelt sein?

Nicht jedes Hemd wird immer gebügelt getragen. Das kann mehrere Gründe haben. Einige Hemden, wie Leinenhemden, haben eine sehr starke Neigung zum Knittern. Auch wenn diese gerade gebügelt wurden, fangen Sie schon an wieder Falten zu werfen. Anderseits kann es vorkommen, dass man gerade von einer langen Wanderung zurückkommt und in seinem Rucksack alles nur reingeknüllt hat. In beiden Fällen ist das Hemd nicht gebügelt.

Gerade wenn das Hemd in der Hose steckt, wirkt dies negativer. Die Falten bekommen quasi einen Rahmen und eine Bühne. Auch deshalb werden Freizeithemden und Hemden aus Leinen eigentlich nie in die Hose gesteckt, sondern immer über der Hose getragen. Dann betonen die Falten des Hemdes noch die Lässigkeit des Trägers.

Fazit: Hemd in die Hose oder nicht?

Träger von Businesshemden sollten aufgrund des Schnittes und des vermeintlichen Anlasses ihr Hemd gerne in die Hose stecken. Sie sollten auch darauf achten, dass es einwandfrei gebügelt ist.

Wer lässiger erscheinen möchte, der trägt sein Hemd gerne über der Hose. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass ein Hemd mit einem geschwungenen Bund vorne und hinten nicht zu lang ist.

 

Foto: Jorge Mejía peralta CC BY 2.0

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